Von Baristravatten und anderen Dingen
Öko ist IN, Kaffee auch! Beides zusammen schafft ein wunderbares Produkt: ein Caffesoire. Sabine Staber aus Kernten hat es kreiert: „Eigentlich wollte ich nur eine Tasche für mich machen. Da ich ja mit Kaffeesatz Bilder male, hat es sehr gut gepasst – eine Kaffeetasche für die Kaffeemalerin.“
Doch schon beim ersten Ausführen der Tasche, gefertigt aus alten Kaffeesäcken, sprachen sie Frauen auf das einzigartige Accessoire an. Spontan gründete daraufhin die gelernte Damenkleidermacherin ihr eigenes Label „Caffesoires“.
Seit fast fünf Jahren designed Sabine Staber aus alten Kaffeesäcken, die sie durch eine spezielle Behandlung veredelt, so dass das Material nicht mehr kratzt, Taschen und Krawatten. Seit 2007 produziert sie auch zum Verkauf. Das Besondere an den Kaffeetaschen: Sie sind Unikate, denn alle wurden einzeln in Handarbeit angefertigt. „Den Namen bekommen die Modelle auf eine eher unspektakuläre Weise. Wenn ein neues Model fertig ist, bekommt es den Namen von dem Kaffeeanbauland, welches mir als erstes zu diesem Model einfällt“, erklärt sie. So sind derzeit die Taschen Brasil, Indien u.v.m. auf ihrer Webseite www.caffesoires.com ausgestellt. Das derzeitige Sortiment reicht von der praktischen Umhängetasche „Honduras“ bis zur kleinen Abendtasche „Mexico“. Aber auch weitere Produktideen hat Sabine Staber in Petto: „Auf meiner Homepage kann man auch Sitzsäcke sehen, die ich bereits 2007 für eine Ausstellung verwendet habe. Der Clou an den Sitzsäcken ist, dass sie aussehen wie wenn sie mit echten Bohnen gefüllt wären. Hier wollte ich mit dem Design den ursprünglichen Verwendungszweck der Kaffeesäcke hervorheben.“ Natürlich ist der Caffesoire-Markt noch lange nicht ausgereizt und verschiedene Stücke sind gerade in der Testphase, genaueres möchte sie aber noch nicht erzählen.

Neben Produktion und Verkauf füllt Sabine Staber mit ihren Kaffeestücken auch Vitrinen und Ausstellungsräume: „Angefangen hat es mit einer kleinen Ausstellung zum Tag des Kaffees 2007 in einem Einkaufszentrum in Kärnten/Österreich.“ 2008 erhielt sie dann den “Coffee Innovation Award” in Köln/Deutschland, und ist seitdem auch außerhalb Österreichs sehr gefragt. „Vielleicht kann man mit Hilfe solcher Designs auch ein bisschen das Kaffeebewusstsein der Konsumenten sensibilisieren. Kaffee ist nämlich ein wundervolles Getränk – wenn alle Faktoren stimmen und er richtig zubereitet wird, sogar sehr edel. Ich jedenfalls bin dem Kaffee in jeder Hinsicht verfallen“, gibt die bekennende Kaffeegenießerin zu.